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Drei-Wege-Finanzierung

Der Begriffe Drei-Wege-Finanzierung hat in den vergangenen Jahren immer stärker an Bedeutung gewonnen. Dabei versteckt sich hinter dieser ungewöhnlichen Bezeichnung ein einfaches Grundprinzip, das vielen Verbrauchern bereits bekannt sein dürfte. Auf den ersten Blick wirkt die 3-Wege-Finanzierung wie ein herkömmlicher Autokredit. Der potenzielle Käufer entscheidet sich für ein Modell, verhandelt über die Höhe der monatlichen Rate, legt damit seine Laufzeit sowie den effektiven Jahreszins fest und beginnt nach der Unterschrift des Finanzierungsvertrages mit der Tilgung des Autokredites in Form der vereinbarten Raten. Bis zu dieser Stelle sind der klassische Autokredit und die Drei-Wege-Finanzierung vollkommen gleich.

Die eigentliche Besonderheit offenbart sich erst am Ende der Laufzeit. Anders als bei der gewohnten Finanzierung bleibt hier eine gewisse Summe als Restschuld bestehen. Der Finanzierungsnehmer hat in diesem Moment die Möglichkeit, zwischen drei alternativen Entscheidungen zu wählen. Mit der ersten Variante kann der verbleibende Betrag durch eine Einmalzahlung abgelöst werden. Die zweite Möglichkeit der Drei-Wege-Finanzierung sieht eine Umwandlung der Restschuld in einen neuerlichen Ratenkredit vor. Aus dieser Variante ergeben sich aber zwei Nachteile, da sich die Tilgung über einen langen Zeitraum hinzieht und durch die Anschlussfinanzierung eine zusätzliche Zinsbelastung droht. Möglichkeit drei ist die Rückgabe des Fahrzeugs an den Autohändler, weshalb die 3-Wege-Finanzierung einem Leasing-Angebot ähnelt.

Verbraucher, die sich beim Kauf eines Neuwagens für das Modell der Drei-Wege-Finanzierung entscheiden, sollten bereits bei der Unterschrift einkalkulieren, dass sich eine weitere Nutzung nur mit niedriger Schlussrate lohnt.