Privat
Leider werden die niedrigen Preise beim privaten Verkauf mit einer Reihe von Nachteilen bezahlt. Zuerst ist hier natürlich die Gewährleistung für aufgetretene Mängel zu nennen. Während ein professioneller Autohändler durch die gesetzlichen Richtlinien dazu gezwungen wird, für den einwandfreien Zustand des Kraftfahrzeuges zu „garantieren“ (Sachmängelhaftung), können Privatpersonen, die lediglich ihren Gebrauchtwagen an den Mann bringen wollen, diese Haftung im Kaufvertrag einfach ausschließen. Zusätzlich muss der Käufer damit rechnen, dass ein Auto hier nicht in einem Top-Zustand übergeben wird. Eventuell muss in den nächsten Monaten die Hauptuntersuchung nachgeholt werden oder es ist wieder ein Ölwechsel fällig. Noch problematischer wird es bei kleinen Mängeln, etwa Lackschäden oder Brandlöchern im Innenraum. Gewerbliche Händler sorgen oft vor dem Verkauf dafür, dass kleine Blessuren ausgebessert werden, oder kümmern sich um abgenutzte Verschleißteile.
Um sich nicht nach einigen Wochen über den eigentlich eher desolaten Zustand des erworbenen Fahrzeugs zu ärgern, empfiehlt sich bei einem privaten Kauf das Hinzuziehen von Profis wie etwa eines Sachverständigen oder Kfz-Mechanikers. Vor der Unterschrift des Vertrages empfiehlt sich daneben unbedingt eine ausgedehnte Probefahrt, die das Fahrzeug auch bei etwas höheren Geschwindigkeiten fordert. Nur so lassen sich versteckte Mängel ausschließen. Daneben bleibt natürlich beim Privatkauf auch das Problem der Finanzierung, wenn nicht ausreichend viel Bargeld vorhanden ist - ohne Autobank kein Kauf auf Raten.





